Gone Bush


Morgen früh geht's wieder los. Nachdem Carlo abgereist und gut zuhause angekommen ist, mach ich mich morgen früh wieder auf die Socken. Wieder mal Richtung Norden. Es hat eben geregnet, mit Blitz und Donner und allem was dazu gehört, wesshalb die Trecks derzeit in unbestimmtem Zustand sind. Ich werde mich also überraschen lassen was da auf mich zukommt. Es kann sein, dass ich problemlos da hinkomme wo ich möchte, es kann aber auch sein, dass ich nicht so einfach wieder zurück kann, wann ich will. Regnet es dazwischen wieder, können die Trecks unpassierbar werden und ich hätte dann draussen im Bush mit meinen Reserven eine zeitlang abzuwarten.
So mancher war schon länger draussen im Bush als ihm lieb war ;-)))
Spannung erhöht das Lebensgefühl ...

Ergebnis "roter Feuer-Opal"


oberes Bild: Das Feuer im roten Feuer-Opal




Ich habe nun mit Carlo zusammen eine anständige Menge "roten Feuer Opal" ausgebuddelt und sind voller Stolz nach Kalgoorlie zurück gefahren. Hier haben wir nun erfahren müssen, dass derzeit offenbar der Edelsteinhandel weltweit ein Tief erlebt, wegen der Economy Krise...
Somit sitzen wir auf einem stattlichen Haufen oranger Steine, für die wir knapp etwas mehr als ein Butterbrot bekommen können, zur Zeit ...
Jä nu, es hat einen heiden Spass gemacht und wir hatten schon von unermesslichen Reichtümern geträumt.
Evtl. ist ja einer meiner Leser an dem Material interessiert, da offenbar der Markt dafür in Deutschland noch intakt sein soll...
Carlo wird heute in die Schweiz zurück fliegen, wo er viel zu erzählen haben wird. Er hat diesmal mehr als zehn mal soviel Gold gefunden wie letztes Jahr.

Kurze Pause in Kalgoorlie


Hier könnt ihr einmal sehen, unter welchen Umständen ich zu arbeiten habe, um meinen Blog zu schreiben und eure Mails zu beantworten...
Es ist nicht immer leicht ;-)
Mittlerweile bin ich zurück in Kalgoorlie, wo Carlo sich auf seine Rückreise in die Schweiz vorbereitet. Mitte nächster Woche geht's wieder raus, allein, was Vor- und Nachteile hat...

Luft-Angriff und Wirbelsturm


Wir, das heisst Carlo, Ernie und ich sind gerade im Camp rumgesessen und haben Ernie's Sittiche herum spazieren lassen...
Auf einmal rauscht ein dunkler Schatten heran, ein grosser Falke mit einem Meter Spannweite. Mit grausamer Präzision und angelegten Flügeln hat der sich einen der Sittiche gegriffen, ist den Zeltstangen im Flug ausgewichen und wollte gerade in einer Steilkurve an mir vorbeirauschen...
Dabei bin ich aufgesprungen und wollte mir das Vogelvieh im Vorbeiflug greiffen. Das muss den Falken doch etwas durcheinander gebracht haben. Er lies den Sittich fallen und ist mir mit Müh und Not ausgewichen und davon geflogen. Der Sittich blieb dabei nahezu unverletz.
Ernie hat ihn nun auf MAX umgetauft und hat mir mit feuchten Augen hundertmal für meinen Einsatz gedankt ;-)
Tage später, ich sitze gerade mit Carlo, Rob und Helga und ein paar Freunden zusammen, fragt Helga plötzlich, ob da eben ein Auto zu hören ist. Ich höre dabei eher einen Zug, allerdings sind wir weit draussen im Bush, da gibt's keinen Zug...
Ein leises Lüftchen erhebt sich und Augenblicke später beginnt es relativ laut zu rauschen. Bevor einer was sagen kann zieht eine Windhose, etwa 30m hoch gerade mal zwei Meter an uns vorbei. Die reisst meinem Wohnwagen fast das Vordach weg, Stühle kippen um, die Feuerstelle verschwindet in einer grauen Staubwolke und schon ist der Zauber vorbei. Wenig ausserhalb unseres Camps lösst sich die Windhose auf und es ist wieder ruhig und windstill wie zuvor. Zurück bleibt eine kleine Gruppe von Goldsuchern mit sehr verdutzten Gesichtern....

Roter Feuer Opal




Ich bin mit Carlo einen Tag in ein neues Gebiet gefahren, um etwas Exploration zu machen, bestimmen, ob die Gegend einen längeren Einsatz Wert ist. Schnell hat sich herausgestellt, dass grosses Potential vorhanden ist. Nicht nur dass man das Gold hier nahezu riechen kann...
Während wir herumwanderten und ab und zu Proben nahmen, kam Carlo mit einen orange farbenen Stein zu mir und fragte mich, was das wohl sein könnte. Ich kenne doch ein paar Mineralien, etwas orange farbenes aber ist mir bisher nicht untergekommen.
Wir sind gerade für einen Tag nach Kalgoorlie gefahren und haben dabei meinen Spezialisten für Mineralien aufgesucht, um zu erfahren, wass der Carlo da gefunden hat.
Wummmm, es ist "Roter Feuer Opal" von guter Qualität. Der Fundort lässt darauf schliessen, dass es sich um ein Reef handelt, also unter der Erde eine Ader von Feueropal verläuft. Ob dem so ist, wird demnächst geklärt ...

Aufrüsten


Und schliesslich habe ich mir jetzt noch einen CAT D5 Bulldozer gekauft. Der wird mir die Arbeit doch einiges leichter machen. Ein älteres Modell, aber zuverlässig und mit wenig Verbrauch. Somit verfüge ich jetzt über das gesamte Equipment, meine Funde aus Gestein und Nugget's in Roh-Gold Barren zu verarbeiten. Eine richtige kleine Mine ist inzwischen aus meinem Abenteuer geworden ;-)

Weiter geht's




Alles hat ein Ende und so sind wir zu dem Punkt gekommen, wo sich das Vorkommen erschöpft hat. Mit teils wunderschönen Brocken voller Gold und einem breiten Lächeln im Gesicht sind wir nun für ein paar Tage in die Zivilisation zurück gekehrt.
Es war sehr harte Arbeit und nach wie vor immer wieder sehr kalt. Daher geniessen wir die Annehmlichkeiten in einem kleinen Minen Dorf, wo warm Wasser und Strom einfach so zur Verfügung stehen. Ausgiebig duschen und im Pub ein dickes Abendessen zu sich nehmen ist der Lohn für die karge Zeit im Bush.
In drei Tagen geht's dann zum nächsten Abenteuer, weiter rauf in den Norden, sehr weit im Bush darussen, wo sich Dingo's und Kamele rumtreiben...

Nächstes Reef






Gerade ist Carlo eingetroffen und am nächsten Tag gings gleich wieder raus. Wir arbeiten jetzt an einem nächsten Reef und sind sehr glücklich, hier oben im Norden wärmeres Wetter zu haben. Schon am dritten Tag hat Carlo mit einem 100gr schweren Nugget zugeschlagen. Als er es mir 2 Stunden nachdem er es gefunden hatte zeigte, zitterten seine Hände immer noch vor Aufregung ;-)
Seine gestiegene Motivation hätte die Zimmerdecke durchschlagen, währe da eine gewesen...
Das Reef erweist sich als angenehm ertragreich und so buddeln wir jeden Tag wie die Wilden bis wir Abends halb tot in den Schlafsack fallen. Ernie nimmt immer seine drei Vögel mit, die sich lebhaft am Geschehen beteiligen...

Das Grosse Treffen




Es hat sich ergeben, dass ein Haufen Freunde zugleich in Kalgoorlie eingetroffen sind. Rob und Helga sind natürlich da wenn ich hier bin. Ron und Liz vom letzten Jahr sind grade aus New South Wales eingetroffen um ihre Prospector Saison zu beginnen. Bernd und Petra sind eben von einem Bushtrip zurück gekommen und die beiden schweizer Rolf und Harry waren grade auf der Rückreise aus den Goldfields nach Thailand wo sie nach ein paar Wochen Urlaub in die Schweiz zurück fliegen werden. Ernie war ebenfalls gerade mit mir aus dem Bush zurück und so haben wir uns alle zusammen getroffen. Bilder folgen noch...

Eisss kalt



Himmel ist das kalt zur Zeit hier. Morgens eine dicke Frostschicht auf allem was über Nacht draussen steht. Langsam gingen uns die Nuggets auf dem derzeitigen Patch aus und schon haben wir einen neuen Patch gefunden ;-)
Ich hoffe sehr, dass es da auch so richtig einschenkt, da wir in letzter Zeit doch etwas sehr durch unsere täglichen Funde verwöhnt wurden. Dass die Tage etwas kurz sind ist gar nicht so schlimm bei der anstrengenden Arbeit. Erstaunlich ist nur wie alle Müdigkeit schwindet, sobald man wieder Gold findet. In etwa zehn Tagen kommt Carlo wieder, bestimmt ist der schon ganz kribbelig...

Übersetzen ist gefragt


Ich bin sehr froh um die Unterstützung von Diego wenn er jeweils für mich den Blog in's englische übersetzt. Allerdings hat der gute Mann einen sehr anspuchsvollen Job und eigentlich sehr selten Zeit dafür.

Herzlichen Dank, Diego ;-)

Es währe sehr nett von meinen übrigen Lesern, wenn ihr euch dazu durchringen könntet, mich hier etwas zu unterstützen...

...wirklich nett !!!

Das muss nähmlich nicht immer derselbe sein ! Also, gebt euch einen Schupf, ich weiss dass das viele von euch sehr gut tun könnten ;-))))

Zivilisation




Für ein paar Tage bin ich nun nach vier Wochen Bush in die Zivilisation zurück gekehrt. Duschen ist das erste, was man draussen vermisst und was selbstverständlcih als erstes gründlich nach geholt wird. Nicht dass ich im Bush keine Dusche habe, aber bei wenigen Graden über Null ist das draussen schon eher ein notwendiges Übel denn ein Vergnügen. Wieder mal im Restaurant an einem sauberen Tisch zu essen und auf die Toilette zu gehen ohne vorher ein Loch ausgraben zu müssen, das sind die angenehmen Kleinigkeiten die die Zivilisation zu bieten hat. Allerdings herrscht auch gleich wieder Stress, wie einkaufen, Post erledigen, usw.

english
After having spend 4 weeks out in the bush, I made it back to civilization for a few days. The shower is what you actually miss most when you’re out there. Of course, that was the first thing I did quite extensively at first. Not that I didn’t have a shower in the bush, but with temperatures slightly above the freezing point it’s more like a necessity than a pleasure. What a feeling to eat from a clean table at a restaurant or to go to toilette without having to dig a hole – these are the pleasant odds and ends of civilization. The downside, though, is the civilization comes with stress, like shopping, paperwork, mail, etc.

translated by Diego

Harte Arbeit




Was hier im Blog wahrscheinlich wie entspannende Ferien daher kommt ist in Wirklichkeit ein Knochenjob, allerdings ein lukrativer ;-)
Bei eisigen Temperaturen in aller Frühe einen Meter tiefe Löcher mit dem Pickel oder dem Schlagbohrer zu graben, bis man sich Abends todmüde in seine zwei Schlafsäcke einrollt, und das Tag für Tag, ist auf die Dauer schon erschöpfend.

Kalt



Es ist sehr kalt gewesen in den vergangenen Tagen mit nächtlichen Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt. Dass ich in Australian mal mit langen Unterhosen unterwegs sein werde, hätte ich auch nie gedacht. Die Tage sind sehr kurz. Um 7:00 wird es hell und um 17:00 wird es wieder dunkel und kalt. Da hilft nur ein anständiges Lagerfeuer, was allerdings die Biese nicht abhält. Es ist ein selten kalter Winter hier und ich hoffe, dass der bald vorbei ist.

Regen




Gerade hat es ein paar Tage etwas geregnet und es war sehr windig. Dann muss man sich zu bewschäftigen wissen, da es doch deutlich kühler wird und man somit draussen nicht's tun kann. Im Camper ohne Heizung ist es dann auch nur mittelmässig angenehm. Schlechtes Wetter dauert hier selten länger als drei Tage und es trocknet alles wieder sehr schnell. So hat man Zeit sein Zuhause wieder mal sauber zu machen und eben den Blog zu aktualisieren.

Bushcamp


Das Camp steht, wir haben einen sehr gemütlichen Platz gefunden. Abgesehen davon, dass mein Kühlschrank den Geist aufgegeben hat, funktioniert alles wunderbar. Jeden Morgen so um 5:00 trabt eine Emu Familie vorbei und machtdabei doch sehrseltsame Geräusche. Das klingt wie eine sehr tief gestimmt Bushtrommel, wenn das Männchen was zu sagen hat. Mehrere Goannas (Gross-Echsen) leben um uns herum, meist 1,5m lang und eigentlich sehr friedlich. Bis ins Camp haben sie sich bisher nicht getraut, was aber nach einer Weile der Fall sein kann. Die können dann sehr zutraulich werden. Jedes Wochenende kommt Helga, Rob's Frau, und versorgt uns mit frischen Lebensmitteln. Wir finden immer wieder mal ein paar Nugget's, und sind weiterhin guten Mutes.

Knocked out


Wir drei, Rob, Ernie und ich sind zusammen über 1000km gefahren, bis wir endlich da angekomen sind, wo wir hin wollten. Die letzten paar Kilometer haben uns dann einiges abverlangt. Mehr Waldarbeiter als Fahrer, ständig am Bäume und Büsche absägen, hat es mich dann erwischt...
Ich war etwas vorausgegangen, um uns ein unnötiges umdrehen des gasamten, aus drei Fahrzeugen und drei Wohnwagen bestehenden Zuges zu ersparen. Etwa 200m Meter voraus war uns eigentlich nur ein etwas dickerer Ast im Weg. Ich wollte desswegen nicht zum Auto zurücklaufen, nur um die Säge zu holen. So habe ich mich mit aller Kraft gegen den Ast gestemmt um ihn abzubrechen, was dieser nach erheblichem Nachdruck auch tat. Nur etwas unvermittelt...
Der Ast brach gleich neben meiner Schulter.Der noch am Baum haltende Ast schnellte hoch und verpasste mir einen Schlag ohne Gleichen in Gesicht, knapp am Ohr vorbei. Mein Hut und meine Brille flogen davon und ich hinterher. Mir ist selten derart dunkelschwarz vor Augen geworden, für ein paar Sekunden war ich weg vom Fenster...
Als ich aufblickte stand Rob neben mir, das Blut ist mir vom Gesicht herunter gelaufen und mir brummte anständig der Schädel. Das war ein Hammer...!!!
Mit Brummschädel und etwas benommen, habe ich die letzten Kilometer geschafft.
Das ist nun ein paar Tage her, die Wunde verheilt sehr gut, es wird kaum eine Narbe davon bleiben. Inzwischen habe ich ein halbes Fotobüchsli mit Nugget's gefüllt und bin sehr zufrieden, wie's grade läuft...

Los geht's

Morgen früh geht's wieder los. Diesmal ist geplant, für ein paar Wochen im Bush zu bleiben. Da ich alle paar Tage Mobile und Internet Verbindung haben werde, kann ich auch meinen Blog "up to date" halten.
Gas, Diesel, Benzin und Wasser sind aufgefüllt bis zum "geht nicht mehr". Nahrungsmittel musste ich diesmal nur für zwei Wochen einkaufen, da jedes Wochenende Helga zu uns ins Camp rausfährt. Uns heisst, Rob, Ernie mit seinen drei Sittichen und ich. Das Team hat sich als kompatibel erwiesen, was im Bush schon sehr wichtig ist. Verlässlichkeit und Vertrauen sind die Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Zudem ergänzen wir uns perfekt. Der Rob mit seiner Nase für Goldvorkommen, der Ernie mit seiner jahrzehnte langen Erfahrung, und ich, besorgt für die Auswertung der gesammelten Daten und dem weiteren Vorgehen auf dem Computer.
Der Gerd Rube, der seit einer guten Woche hier ist, wurde von mir mit allen nötigen Informationen für eine erfolgreiche Nugget Jagd ausgestattet und wird ebenfalls in diesen Tagen Kalgoorlie verlassen und sein Glück im Outback suchen. Er ist nun perfekt ausgerüstet und sehr selbständig, und erfüllt somit die Voraussetzungen, die der Bush fordert. Ihm wünsche ich viel Glück und Erfolg.

Soo einfach ist es nicht...



Nun habe ich eine Woche lang nach dem Reef gesucht, es aber nicht finden können, zumindest nicht mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln. So bin ich wieder nach Kalgoorlie zurück gekehrt und habe mich mit Freunden über die Ergebnisse unterhalten. Dabei habe ich das Angebot von einem Driller erhalten, dass er mit seiner Drillrig (ziemlich grosse Bohrmaschine auf einem Lastwagen) zwei Tage lang Sondierungsbohrungen auf meinem Lease machen will. Ich habe ihm kürzlich ein gutes Geschäft verschaft, was ihn nun dazu veranlasste, mir diese doch etwas teure Arbeit kostenlos an zu bieten. Allerdings werde ich das auf einen späteren Moment verschieben...
Anfang nächster Woche werde ich zu meinem Lieblingsplatz zurück kehren und das dort liegen gelassene Gold zusammen räumen. Ich weiss, dass ich da noch lange nicht alles ausgegraben habe ;-)
Der immer noch hohe Goldpreis veranlasst einige Goldsucher dazu, entgegen geltendem Gesetzt auf fremden Leases nach Gold zu suchen. Dies ist ein weiterer Grund, dass ich mit meiner Anwesenheit dafür sorgen muss, dass mir dies nicht passiert.
Es ist ganz schön kühl zur Zeit, morgens so um die 7 Grad, mit Höchsttemperaturen von tagsüber 21 Grad lässt es sich angenehm leben. Es gibt daher auch kaum irgend welches Getier, und das ist gut so...
Auf dem einen Foto sieht man Ernie, den alten Prospector und derzeit mein Lehrmeister

Gone Bush


Bin seit letzten Donnerstag im Bush. Ooooooh ist das wieder ober-super...
Abgesehen davon dass ich das Reef nicht grade da finde wo es eigentlich hingehört, geht es mir megagut. Aus versehen bin ich auf eine Ader gestossen, mit dunkel grauem Material, weiss aber noch nicht was das ist oder ob es einen Wert hat. Nuggets habe ich auch schon wieder gefunden, kann mich also überhaupt nicht beklagen. Das Wetter könnte nicht besser sein.
Rob und ich konnten Ernie, einen sehr alten Goldsucher dazu überreden, mit uns mit zu kommen und uns bei der Suche zu helfen.
Ich lerne somit gerade wieder einmal neue (alte) Techniken kennen. Es gibt da doch kleine aber massgebende Unterschiede, wie man nach welcher Art von Gold sucht. Habe diesemal im Outback keinen Internet Empfang, somit kann ich meinen Blog hier halt nur etwa jede Woche einmal updaten...
Bis zum nächsten mal....

english:

Since last Thursday I’m back in the bush. Men, that just feels great…
Besides that the reef is not located there where it’s supposed to be, I’m in a very good mood. By mistake I stumbled over a vein of something gray. I don’t know yet what material it is and whether it is of some value at all. And, I did find some nuggets again, so there’s no reason to complain anyway. The weather is just fine - couldn’t be better.
Rob and I have been able to convince Ernie, an old prospector, to come along with us and help us on our quest. Hence I’m learning new (old) techniques. There are minor but essential varieties of methods how to seek gold.
Currently, I have no internet access in the Outback. Subsequently, I will update my blog only once per week or so.

translated by Diego

Übersetzer/in gesucht


Ich suche jemanden, der gerne meine Postings ins englische übersetzt, da mir einfach die Zeit und die erforderlichen englisch Kenntnisse fehlen.
Ich würde jeweils ein Mail mit dem Text an die entsprechende Person senden und währe froh, innert einer Woche eine Antwort zu erhalten...
Voraussetzung währe, dass die Übersetzung etwa meinem Schreibstil entspricht.
Jeweils am Ende des englischen Textes würde ich gerne die entsprechende Person namentlich als Übersetzer/in erwähnen.

translated by ...........

Vorbereitung/Preparation "Reef Project II"


Ich bin nun mitten in den Vorbereitungen für das nächste Projekt. Dabei habe ich gestern feststellen müssen, dass ein Hydraulik Zylinder an meinem Backhoe (Tracktor-Bagger) leckt. Ist kein Beinbruch aber die Reparatur muss auch wieder organisiert werden, und irgend ein armes Schw*** muss das natürlich wieder bezahlen ;-(
Dann ist da noch ein Lease frei geworden, welchen ich mir noch vorher ansehen sollte. Viel versprechende Gegend, mit einer alten Goldmine drauf. Da ich aber schon über 10 qkm Leases besitze weiss ich eigentlich gar nicht, wo ich die Zeit noch hernehmen soll, diese paar hundert Hektaren auch noch zu bearbeiten...
Dann habe ich noch eine Vereinbarung mit einem Minenbesitzer getroffen, welcher sich ausschliesslich mit Edelstein- und Halbedelstein Vorkommen beschäftigt. Falls er aus versehen auf Gold stösst, wird er mit mir solche Plätze austauschen, gegen Edelstein Vorkommen, die ich aus versehen entdeckte, was schon vorgekommen ist ;-)
Ich kann nicht überall mitmischen und will mich ausschliesslich auf Gold konzentrieren. Schnell könnte man sich verzetteln und schliesslich weder das eine noch das andere richtig machen.
So bin ich also wunderbar ausgelastet, um nicht zu sagen im Stress, und bin gespannt wie ein Regenwurm, was aus dem "Reef Project II" rausschauen wird.


english:
In midst of my preparations for the next project, I found out that the hydraulic cylinder of my Backhoe (tractor-digger) is leaking. This is not really a disaster, however, some poor bugger will have to pay for the fix ;-(

Then there is this lease that freed up and I wanted to check-out. A very promising area around an old gold mine. However, since I already own 10sq km of leases, I really don’t have a clue where I should steel the time to go after these few hectares… Moreover, I have an arrangement with a mine owner who specializes in precious stones and semi-precious stones. Should he, by any mistake, find some gold he would be willing to trade such spots against some deposits of precious stones, which I might stumble over. Actually, this already happened ;-)

Anyway, I can’t get in everything and I want to focus exclusively on gold. It’s pretty easy to lose focus and end up doing everything but nothing well. That said, I’m quite used to capacity and all on edge to find out what might be the outcome of the “Reef Project II”.

translated by Diego

Kontakt mit MAX


Ich erhalte mehr und mehr Anfragen von Gold-infizierten Lesern, was es dazu braucht, ebenfalls eine Zeitlang im Outback nach Gold zu suchen. Meist geht es darum, mit welchen Kosten man zu rechnen hat und welches Equipment erforderlich ist.
Gerne gebe ich darüber Auskunft, währe aber froh, wenn sich dies in einem bestimmten Ramen abspielt:

1. verwendet für eine erste Kontaktaufnahme bitte den Link "e-mail an MAX senden'" im rechten Teil meines Blogs. Wenn nach einer Woche keine Antwort kommt, bitte nochmal nachhacken, da der Link nicht immer funktioniert.

2. bitte gebt dabei eure e-Mail Adresse an. Telefonnummern sind hier ungeeignet.

3. nachdem ihr eine Antwort von mir erhalten habt, bitte mein e-Mail immer mit "Antworten" an mich zurück senden, wenn noch weitere Fragen bestehen. Das Mail wird so zwar immer länger, ermöglicht es mir aber, eine Übersicht zu behalten, welche Information ich wem bereits gegeben habe.

Eine Angabe über den finanziellen und zeitlichen Ramen erleichtert es mir, euch die Informationen zu geben, die ihr wirklich brauchen könnt. Denn alles kann gemietet oder gekauft werden, was meist einen erheblichen Unterschied ausmacht. Wir sprechen hier von einer Spanne von ein paar tausend bis einhundert-tausend AU$...oder mehr ;-)

Persönlich interessiert mich, wie ihr auf meinen Blog gekommen seid. Ich freue mich bisher immer noch über jedes Mail und habe es bisher auch geschaft, sie alle zu beantworten.


english:
I get more and more questions from readers that got caught by the “gold-virus”. They all want to know what it takes to dig for gold in the Outback. Usually they would like to know how much of an investment it is and what equipment is needed. I’m perfectly happy to provide such information. However, I would be grateful if we could agree in some rules for such communication:

1. Please always use the link “e-mail an Max” located on the right side frame of my blog. In the event that you don’t get an answer within a week, repeat the process. Sometimes the link doesn’t seem to work properly.

2. Please indicate your e-mail address. Telephone numbers are inappropriate.

3. Once you received an answer from me, please always use the reply button to ask further questions. E-mails can grow quite long that way but it helps me keeping track of the information I already provided to you

If you let me know how much money and time you are willing to invest, it makes it easier for me to provide you with accurate information. Basically everything is available either for renting or buying. Depending from the nature of your engagement one or the other way may make a substantial difference for your investment, ranging from a few thousand up to a hundred thousand AU$, or even more ;-)

Also, I am interested to learn how you found out about my blog. By the way, I’m happy to get mails and, so far, I even managed to reply to every single message.

translated by Diego

Kalgoorlie, DeepMAX3 und Dachgold ..?


Ich bin gerade mal in Kalgoorlie angekommen, schon geht's wie von selbst wieder los.
Ein erstes Resultat aus dem Fund meiner Gold-Kugeln ist, dass mir ein 20'000.- AU$ teurer Detector für mehrere Monate zur Verfügung gestellt wurde. Der DeepMAX3 aus deutschen Landen erreicht eine Tiefe von mehreren Metern, verglichen mit meinem Minelab GPX4500, welcher bei ca. 1m an seine Grenzen stösst, ist das eine extreme Verbesserung. Mit Coil's bis 3m Durchmesser ist das schon eine andere Liga, wesshalb ich bereits eine Anfrage von einer Gold-Mine habe, für sie auf deren Leases Exploration zu machen...
Die andere Geschichte ist die von dem Schiffscontainer den ich vor Weihnachten ersteigert hatte. Der ist voll isoliert und enthält eine Hochspannungs-Schaltanlage für eine Gold-Mine. Ich muss den noch vom Gelände des Auktioneer's entfernen. Da das aufgesetzte Dach zu hoch für einen Transport ist, habe ich mit Rob nachgesehen, wie leicht sich dieses entfernen liesse. Dabei entdeckten wir, dass die Zwischendecke mit einer 5cm dicken Staubschicht bedeckt ist. Rob meinte, lass uns das mal auf seinen Goldgehalt testen.
Das haben wir getan ..!
Klar ist nun, dass da oben mindestens soviel Goldstaub liegt, wie der ganze Container gekostet hat.
Dabei habe ich dieses Jahr noch gar nicht begonnen, nach Gold zu suchen... ;-)


english: will follow

Einmaliger Fund, GOLDKUGELN


Ich behalte jeweils ein paar Spezimen (Proben) einer Fundstelle, zur späteren Analyse. Auf einem Quarzstück habe ich Gold in Kugelform entdeckt, was mir völlig neu ist. Also habe ich hier in Perth ein paar Prospectoren gefragt, ob ihnen sowas schon mal unter gekommen ist. Allein schon an ihrem Blick konnte ich erkennen, dass das hier etwas sehr ungewöhnliches ist. Bob, einer der professionellsten Prospectoren die ich kenne, hat mich gleich zu seinem Spezialisten gesandt. Der gute Mann konnte kaum glauben was er da sah, also hat er einen noch besser ausgerüsteten Spezi angerufen und ihm meinen Fund beschrieben.Dieser wiederum hat ihm eindringlich geraten, dieses seltene, einmalige Stück zur genaueren Untersuchung unbedingt zu behalten, um es in seinem Labor mit dem elektronen Microskop zu untersuchen.
Natürlich bin ich sehr an den Resultaten interessiert, wesshalb ich ihm das Stück vorerst zur Analyse überlassen habe.
Himmel ist das spannend, etwas gefunden zu haben das bisher nicht bekannt ist...
Nun warte ich auf die Resultate ;-))))))



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Perth, Western Austalia


Diese elende Fliegerei !!! Es wird höchste Zeit dass das beamen von Personen endlich realisiert wird ;-))
Na, jedenfalls bin ich gut in Perth angekommen. Bei meiner Ankunft hat es hier geregnet, das erste mal seit drei Monaten. Ich werde hier ein paar Tage verbringen, bis die Jetleg sich etwas gelegt hat...


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Es geht wieder los !!!


Das Leben hier in zentral Europa hat schon auch seine Vorteile. Wieder mal auf einem bequemen Couch vor dem Fernseher liegen, einen Kühlschrank in dem man fast wohnen kann, massenhaft fliessend Wasser, warm und kalt, verglichen mit Kalgoorlie in Mineralwasser Qualität, und sonst noch ein paar so kleine, angenehme Dinge.
Wieder mal einen Job und sozialising mit Kollegen in der Firma zu haben, hat auch seine Reize. Besonders möchte ich hier die Kaffepausen erwähnen. Winter habe ich nun wieder genug gehabt für die nächsten Jahre !!!
Es hat mir gut gefallen, jedoch ist es an der Zeit, wieder das Weite zu suchen ;-)
Ich habe einige Mails von Lesern erhalten, die sich unter anderem von meinem Blog infizieren liessen und nun ebenfalls nach WA wollen um Gold zu finden und den Outback zu geniessen. Der eine oder andere wird demnächst bereits in Kalgoorlie eintreffen...
Ja, wenn einem das Fieber einmal gepackt hat ... ;-)
Wieder hat es nicht für alle Besuche gereicht, aber ich habe doch ein deutlich grösseres Pensum geschafft.
In ein paar Tagen werde ich nach Perth zurück fliegen wo meine Ausrüstung steht, und ihr werdet wieder Neues zu lesen bekommen ;-))))

Bild, meine Eltern am Internet


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Wie ich nach einem Patch suche


Voraussetzung für einen Patch sind die ersten drei Nugget's. Das habe ich im vorausgehenden Posting (wie ich ein Nugget finde) beschrieben. Hat man die gefunden, wird die ganze Gegend dazwischen und darum herum mit "chaining" flächendeckend abgesucht. Da dies 500m x 500m sein kann, dauert das schon seine Zeit, so zwei Wochen in etwa. Mit "chaining" ist gemeint, dass ich eine 2m lange Kette hinter mir herziehe, um dieser Spur beim zurücklaufen parallel folgen zu können. So laufe ich ein Quadrat von etwa 50m x 100m ab. Bin ich damit fertig, beginne ich mit dem nächsten, so lange bis ich auf Gold stosse.
Ich markiere jeden Fund mit dem GPS, was mir bei jedem mal mehr Informationen über das Gebiet gibt. Diese werden dann interpretiert um den möglichen Ursprung, die Quelle zu finden. Diese neuen Ergebnisse werden auf das GPS übertragen und da suche ich dann am nächsten Tag.
Die Kunst dabei ist die Interpretation. Da habe ich noch sehr viel Raum für Verbesserung ;-))) , da dies eine Sache der Erfahrung ist, die nicht aus Büchern gelernt werden kann. Dabei ist man allerdings immer der Gefahr ausgesetzt, sich neue Erkenntnis einzubilden, die sich in der Zukunft als falsch oder unvollständig erweist.

(english)
How I'm searching for a Patch
Prerequisit for a Patch are the first three nuggets. I wrote about that in an earlyer posting (wie ich ein Nugget finde). After I found them, I start "chaining" the whole ground between and around them. It can be an area of up to 500m x 500m, which takes a fair bit of time to finish, about 2 weeks. "Chaining" means to drag a 2m long chain behind me to be able to follow the line back, to make shure that I'm cover the ground proper. I do so till I cover an square area of about 50m x 100m. After I finished, I start another square till I find the more gold.
I mark each find on my GPS which gives me over time more onad more information about the area. Then I start interpreting the data to find the source. These data I put back on my GPS and go there the next day.
The trick lies in the interpretation. There I have a lot of room for improvement ;-))) , because thats a thing of experience, which can not be learned from books. While building new knowledge, there is always the risk of creating a mental image which does not literally exist or are incorrect or not complete.

Equipment erweitert !!! english version below !!!


Ich habe mir heute einen Backhoe in Kalgoorlie gekauft. Genau genommen hat Rob das für mich erledigt.
Die Maschine ist ca. 7t schwer und hat Allrad Antrieb. Wir werden Anfang April, wenn ich wieder zurück bin, auf meinem Lease zu graben anfangen.
Darauf habe ich nun 16 Monate gewartet. So lange hat es gedauert, bis der ganze Papierkram erledigt war. Es wird eine spannende Saison werden, da alle Voraussetzungen dafür gegeben sind.
Die Bushbrände und Überflutungen von denen wir gerade in den Nachrichten hören, wüten auf der anderen Seite von Australien, nicht in meiner Gegend.


"english version"

I bought a backhoe today in Kalgoorlie. Or better, Rob has done that for me.
The machine weights about 7t and is a 4WD. We will start soon after my arrival, beginning of April, digging on my lease.
The whole paperwork for the lease application took about 16 months. We will have an exciting saison, because all the preconditions are good.
As you know, the bushfires are on the other side of Australia, not in my region.

Wie ich ein Nugget finde


Es beginnt mit Karten und Büchern. Da ich alles eingescannt habe, erledige ich die gesamte Vorarbeit auf dem Notebook. Ich suche mir eine Region aus, die geologisch interessante Gegebenheiten bietet. Das sind vor allem erzhaltige Formationen, welche zB. Kupfer, Nickel, Silber oder Gold enthalten können. Solche Formationen übertrage ich dann auf mein GPS und beginne meine Exploration Tour. Wie immer mit genügend Wasser dabei, fahre ich die Region in einem Tag ab und versuche aufgrund von Zeichen, die ich mittlerweile kenne, Anzeichen für einen vielversprechenden Platz zu finden. Immer wieder ein gutes Stück zu Fuss gehen ist sehr wichtig, da man die wirklichen Details nur so sehen kann. Ich schaffe so knapp 60km am Tag.
Jegliche gefundene Information wird auf das GPS übertragen. Ob das bestimmte Mineralien, oder Bodenformationen, alte Grabungen oder Stollen, spezielle Vegetation, oder was auch immer sind. Dabei nehme ich manchmal einzelne Exemplare eines Minerals mit, oder nehme ein paar Bodenproben, das heisst ich nehme eine leere Plastikflasche und fülle die mit Oberflächenmaterial. Jegliche Proben werden Abends mit dem "Dolly Pot" zu feinem Sand zertrümmert und mit der Waschpfanne ausgewaschen. So lassen sich die Spuren von Gold verfolgen, was einem schliesslich zur Quelle, dem "Reef" bringen soll.
All diese Informationen werden dann zuhause zusammengeführt. Dann beginnt die Sucherei. Voll ausgerüstet mit Detektor, Pickel, GPS, Wasser und etwas zu essen, suche ich die vielversprechendsten Stellen ab. Das kann so einige Tage dauern, bis ich endlich, da wo ich es am wenigsten vermutet hätte, das erste Nugget finde. WOW ..!!!

Damit es euch nicht langweilig wird ;-)




Damit euch hier nicht langweilig wird, während ich nicht im Bush bin...
Das Foto mit den Kieseln zeigt Boden, wie er für einen Goldsucher nicht besser sein kann. Alter, verwitterter Quarz, dazwischen etwas schwarz glänzender Laterite und noch ein paar andere Mineralien. Wo diese Kombination auftaucht, sind in den vergangenen Millionen von Jahren ganze Gebirge weg-verwittert. Die schweren Elemente, wie eben auch Gold, haben sich dabei kaum von der Stelle bewegt, sind mit der Erosion abgesunken und liegen heute zum Teil auf der Oberfläche.
Das Foto mit dem Reifenprofil zeigt, wie stahlhart hier das trockene Holz sein kann. Selbst ein stumpfer Stecken mit 10mm Durchmesser bohrt sich problemlos durch einen starken Offroad Reifen.
Auf dem dritten Bild ist zu sehen, dass Reinlichkeit auch im Bush eine wichtige Rolle spielt. Kleidung die schmutzig ist, geht viel schneller kaputt und löst sich nach relativ kurzer Zeit in ihre Bestandteile auf.