Sandsturm und UFO's

... wir hatten gerade unser Abendessen hinter uns. Theresa hatte ihre wunderbare Pasta gemacht und wir genossen die Ruhe nach der Dämmerung im Busch.
Da ging das Theater los... es war schon dunkel, daher sahen wir es nicht kommen. Von einer Sekunde auf die andere setzte ein Sandsturm ein, wie man ihn nur alle paar Jahre hier erlebt. Bevor man den vor Überraschung offenen Mund zu bekam, wer der voll Sand. Die Augen voller Sand, alles ging drunter und drüber, Kanister, Stühle, Schuhe und alles was nicht festgebunden war, flog durch die Gegend und verschwand in der nicht endend wollenden Staubwolke. Niemand hatte Zeit sich im ersten Moment darum zu kümmern, da der Sturm an den Vorzelten rumriss und diese beinahe mit sich nahm. Theresa, eine zierliche Person, wollte einen Stuhl festhalten ... sie verschwand augenblicklich damit in der Dunkelheit. Der riss sie einfach mit sich ...
Naja, irgendwie haben wir es geschafft, unsere Sachen zu retten und die Situation endetet damit, dass wir alle in meinem Wohnwagen sassen, sieben Personen, und hofften dass dieses ungewöhnliche Wetter sich möglichst bald verzog. Dies dauerte allerdings bis zum nächsten Morgen an.
Dann begann das grosse Aufräumen. Alles war voll mit Sandstaub, innen wie aussen. Immer noch Sand in Augen und Mund, selbst nach dem Zähne putzen, hat ein jeder begonne seine sieben Sachen zu reinigen.
Als Verlust habe ich einen meiner Campingstühle zu verzeichnen, der in unser Campfeuer geblasen wurde und innert Sekunden verbrannte.
Inzwischen habe ich erfahren, dass der Sansturm über ganz Australien gezogen ist.
Dann war da noch die Geschichte mit dem Blitzlicht aus dem All. Die Leute die ich um mich habe sind keine Spinner ! Die haben mir erzählt wie sie vor 6 Wochen für 3 Wochen ein Licht (Stern) am Himmel sahen, welches alle drei Tage, mit einer Verschiebung von -10 Minuten am Himmel zu blitzen begann. Immer an der gleichen Stelle, etwas neben der Milchstrasse hat es jede Minute einmal aufgeblitzt, 15-21 mal, dann hat es jeweils aufgehört. Ziemlich hell, heller als jeder Stern am Himmel, und sehr pünktlich.
Wenn irgend jemand meiner Leser von so etwas in den Nachrichten oder sonst wo gehört oder gelesen hat, würde mich eine Erklärung sehr interessieren.
Habe übrigens in der Zwischenzeit ein paar schöne Nugget's gefunden ...

Go Bush


Am Mittwoch werde ich mich wieder für 2-3 Wochen in den Bush verziehen. Werde mir da eine neue Gegend ansehen wo vor hundert Jahren unglaubliche Mengen an Gold gefunden wurden. Ist zwar etwas abgelegen aber dafür um so interessanter. Ich werde dieses mal 6 Leute dabei haben welche alle bereit sind für mich zu kochen was immer ich will ;-)
Die Eine ist Italienerin und wird mir im Bush mein Lieblingsessen kochen, Gnocci !!!
Was für ein Leben ;-)))
Bin gerade dabei die geologischen Karten zu studieren und die massgebenden Kapitel in meinen Büchern zu lesen. Vorbereitung ist hier alles. Da ich jetzt über eine "Next-G" Internet Verbindung verfüge, habe ich teilweise auch vom Bush aus Zugang zum Internet, und das mit 7.2 Mbit Speed.
Hier wird es langsam wärmer, und die Tage werden auch endlich wieder etwas länger.
Auf dem Foto seht ihr das gesamte Team vom letzten Trip.Ohne Carlo, der hat das Foto gemacht ;-(

Abschluss Reef-Projekt1


Jou, es war anstrengend und sehr lehrreich. Schlussendlich haben wir nun genau soviel raus geholt, wie das Ganze gekostet hat ...
Na ja, beim nächsten mal wird's sicher besser und wir werden alle steinreich aus dem Outback zurück kehren ;-)
Bis dahin werde ich mich wieder in den Bush verziehen, wo es mit Lagerfeuer, guten Freunden und mehr Gold deutlich schöner ist als in der Zivilisation ;-)

Carlo's letzter Tag



Morgen wird Carlo wieder in die Schweiz zurück fliegen. Er hat hier viel erlebt und wird mit insgesamt sieben Nugget's zurück kehren. Der Muskelkater den er während der harten Arbeit im Reef eingefangen hat, wird ihn noch eine Weile an seine Abenteuer erinnern ;-)
Wir hatten eine sehr gute Zeit zusammen, er wurde weder von einer Schlange noch von einer Spinne gebissen, da diese alle in den Winterferien sind ...
Unter

http://www.mytripjournal.com/Goldencarlo

könnt ihr in seinem Trip-Journal nachlesen, wie es ihm ergangen ist.

Background

Das ist Bernd, Boss von "Reeds Prospecting Supplies" in Perth, welcher mich mit Material beliefert und mir manch freundschaftlich gut gemeinten Rat für meine Unternehmungen gibt. Ich bin immer wieder froh auf seine Erfahrung zählen zu können.




Das bin ich, wie ich mir wieder mal Mühe gebe, für meine lieben Leser möglichst gute Bilder zu knipsen ;-)

The Reef Project

Das Gold-Team, von links nach rechts, MAX, Chuck, Rob.



Das erste Loch, noch einigermassen überschaubar.



Erster Einsatz von Maschinen.



Einsatz grösseren Equipment's.



Grabungsarbeiten beginnen.



Vortgeschrittene Arbeiten, es wird tiefer...



Absichern der Arbeiten.



Das Ergebnis ;-)




Der Feierabend.

Feedback: Thank you


Ron und Liz, das ältere Paar mit denen ich drei Wochen im Bush war und die mich so super verpflegten, haben mir ein Dankes-Mail geschrieben:

Dear Max

We want to thank you very much for helping to make our prospecting trip to WA most enjoyable and successful.

As new comers from NSW it is hard to find out the right and most likely places to go to with the possibility of finding gold. After meeting up with you we were able to go out in the bush together prospecting and spend some lovely nights by the camp fire. Our aim was to find a patch and a reasonable sized nugget, which we did with your expertise and help. That resulted in a 32 nugget patch and that lovely 67g nugget. Your knowledge of everything regarding the right areas to go was astounding. Your help with setting the detectors for the optimum performance was greatly appreciated and the same applies to the use of our GPS’s.

We value all that we learnt, your friendship and the time we spent with you. It was a wonderful experience for us that we will always remember and we hope that you enjoyed the time as well.

All being well, we hope to catch up with you again next year.

Please keep in touch.

 Regards and Best Wishes

Ron and Liz

Carlos' erste Nugget's






Carlo hat wie versprochen sein erstes Nugget auf meinem Patch gefunden. Dazu noch fünf weitere, was seine Motivation gründlich beeinflusste ;-)
Dass er sein grösstes Nugget, ca. 5gr direkt von der Oberfläche aufheben konnte, ohne auch nur ein bischen danach graben zu müssen, hätte auch niemand gedacht.
Jeden Abend haben wir am offenen Feuer gegrillt. Mal gabs Känguru, mal feine Porterhouse Steaks und immer frischen Salat und besonders guten Wein dazu. Natürlich sind wir jeden Abend auf allen vieren ins Bett gekrochen, da die Tage alle sehr anstrengend waren. Das Wetter ist wunderbar, etwas über 20 Grad am Tag und ziemlich kalt in der Nacht.
Morgen früh fahren wir zurück zum Reef, das wir vor einer Woche verlassen hatten, da nun endlich der gemietete 30t Bagger und der grosse Kipper dort auftauchen wird, um die Arbeiten fortsetzen zu können. Wir sind alle furchtbar gespannt, was wir dort erleben werden, bzw. wie erfolgreich wir dort sein werden ... furchtbar gespannt ;-)

Mit Carlo unterwegs




Na, ich bin mit Carlo nach wenigen Tagen gleich in den Norden hoch gefahren, wo wir mit Rob zusammen ein Reef mit Bagger und Presslufthammer bearbeitet haben. Wir haben etwas zu viel Gold dabei geufnden, warum ich hier nicht ins Detail gehen will ;-))
Wir haben ein tolles Bushcamp gehabt und jeden Abend feine Steaks vom offenen Feuer mit Wein genossen. Helga, Robs Frau hat uns noch ein wunderbar scharfes Thai-Curry vorgekocht, welches Rob auf dem einen Foto grade aufwärmt.
Anschliessend bin ich mit Carlo nach Meekatharra gefahren, wo wir übers Wochenende relativ erfolglos neue Gegenden exploriert haben.
Heute sind wir in Leonora um ein zu kaufen und werden Nachmittags hinaus zu meinem Patch fahren, wo ich mit Ron und Liz soviel Gold gefunden habe. Da werden wir eine Woche unser Bushcamp haben, und Carlo wird hier sein erstes Nugget finden, versprochen ;-)

Gold vom letzten Trip


Erst mal die versprochenen Bilder vom letzten gefundenen Gold mit Ron und Liz. Das Nugget in der mitte ist das 67.5 gr Teil. Das Gold darum herum sind meine Nuggets aus den drei Wochen, die wir zusammen verbracht haben. Eine angenehme Menge ;-)

Carlo kommt


Ich war eben wieder für eine Woche im Bush, mit dem neuen Camper. Das ist wirklich das perfekte Teil ! Zur Zeit ist das Wetter hier sehr feucht und windig. Viele Treck's sind zur Zeit nicht befahrbar. Bekannte von mir sitzen draussen im Bush fest und es wird noch ein paar Tage so bleiben.
Ich habe weiterhin angenehm viel Gold gefunden. Ich muss mir für das nächste mal andere Bedingungen zurecht legen, da Liz ein 67.2 gr schweres Nugget auf meinem Patch gefunden hat. Damit hat es sich für sie sehr gelohnt, für mich jeweils zu kochen. Zusammen haben wir Gold im Wert von etwa 6000.- AU$ in knapp vier Wochen gefunden. Bilder werden folgen ...
Damit kann ich also behaupten, dass meine Fähigkeiten gute Stellen auf zu spühren sich stetig verbessern ;-)
Carlo wird in etwa 2 Stunden hier in Kalgoorlie eintreffen. Er weiss noch nicht, dass wir gleich am kommenden Sonntag 860km rauf in den Norden fahren werden um einen besonderen Platz auf zu suchen ...
Was wir dort erleben, werdet ihr demnächst hier lesen können.

Offroad Camper





Zurück in Kalgoorlie habe ich mich entschlossen, mich ganz für das Leben im Bush auszurüsten. Dazu hat mir nur noch ein Offroad fähiger Camper gefehlt. Den habe ich nun übers Wochenende in Perth gekauft.
Petra und Bernd haben sich einen MEGA-Offroad Camper gekauft was mir die Gelegenheit gab, ihren bisherigen Camper zu kaufen.
Ausgerüstet mit Solarpanels, Warmwasser und einem 2KWA Strom Generator kann ich mich nun über längere Zeit vollständig selbst versorgen. Ich habe noch zwei 80 Liter Wassertanks eingebaut, damit ich nach einem anstrengenden Tag eine angenehme Dusche mit Warmwasser nehmen kann.

MAX's Patch




Heute habe ich 21 Nuggets gefunden. Über eine Unze, das sind mehr als 1000.- $. Ich bin es schon müde geworden, jedesmal mein GPS ein zu schalten, um den Fundort zu markieren ;-)
Zwei von den Nuggets sind über 3cm gross, einfach ein mega Gefühl. Auf so einen Fund habe ich seit einem Jahr gehofft.
Ron und Liz fanden 9 Nuggets in der Zeit.
Dieser Patch ergabe für mich schliesslich 41 Nuggets in 2,5 Tagen !
Auf dem einen Foto sieht man meine letzten 10 Nuggets von diesem Patch. Auf dem anderen Foto sieht man meine chaining Spuren. Die kommen von der Kette die ich hinter mir herziehe um sicher zu stellen, nicht's ausgelassen zu haben.

Umgezogen


Heute haben wir, Liz, Ron und ich unser Camp um einige Kilometer verschoben. Nachmittags sind wir dann direkt vom Camp aus zu Fuss mit den Detektoren losgezogen. Die 9 Nugget's die wir in 2,5h gefunden haben, waren wirklich eine Überraschung. Wir sind nun seit zwei Wochen zusammen unterwegs und hatten erst einen einzigen Tag ohne Gold !
Angefangen hat die Story als Ron mich in Leonora angesprochen hat, weil er mit seiner Liz Gold suchen wollte aber nicht wusste wo anfangen. Ich offerierte den beiden, sie an die richtigen Plätze zu führen, sie dafür für das Essen verantwortlich sind. Wir hatten uns schnell geeinigt. So sind wir zusammen mit unseren Campern in den Bush gezogen. Die beiden haben inzwischen soviel Gold gefunden wie in den vergangenen drei Jahren zusammen. Alle sind glücklich und ich bekomme jeden Abend ein herrliches Essen serviert. Ohne kochen zu müssen oder abzuwaschen.
Die Nächte sind hier inzwischen empfindlich kalt geworden. Morgens ist alles mit einer Frostschicht bedekt.

Ron's Patch


Das neue Camp steht. Abends, während Liz kocht und Ron sonst was rumwerkelt, versuche ich die besten Plätze für den nächsten Tag zu finden.
Ich sitze also gerade am Lagerfeuer mit dem Notebook auf den Knien und studiere die Geo-Karten der Umgebung. Da sehe ich wie sich gleich neben meiner Hand am Rand von meinem Notebook etwas bewegt ...
Ich konnte es erst kaum glauben, da hat sich ein kleiner Lizard (Echse) breit gemacht und die ausströhmende Warmluft von meinem Notebook genossen. Wie dieser mein Bein hochgekrabbelt ist habe ich jedenfalls nicht gemerkt. Also liess ich ihn da wo er war.
Am folgenden Tag sind wir gleich in den ersten 10 Minuten fündig geworden. Kleine Nuggets, aber immerhin ein guter Start. Einige hundert Meter entfernt sah ich Boden der mir sehr gut gefiel. Also bin ich mit Ron losgezogen, um zusammen mit 20m Abstand dort systematisch zu suchen.
Nach kurzer Zeit fand Ron ein wunderschönes 12gr Nugget, sein grösstes bisher. Ich habe Liz dazugerufen und sie hat in wenigen Minuten ein 6gr Nugget gefunden, alles innerhalb von wenigen Metern. Wir haben dann noch einige Nuggets mehr detekted und sind schliesslich mit fast einer Unze (32gr) Abends zurück ins Camp gekommen. Das war für Ron sein erster Patch.
In den folgenden 5 Tagen haben wir täglich ein paar Nuggets gefunden, was die Motivation doch sehr unterstützt ;-)

... gleich wieder im Bush



Ich bin zurück aus der Region Duketon. Wir haben jeden Tag Gold gefunden und hatten eine wunderschöne Zeit. Nacht's über war es sehr kalt und ich bin froh dass ich zwei Schlafsäcke habe. Jeden Abend sind wir um das Lagerfeuer herum gesessen und haben die absolute Ruhe genossen. Nicht einmal Tiere haben wir gehört.
Begonnen hat der Trip damit, dass eines Tages Ron, ein pensionierter Grossfarmer an meinem Wohnwagen im vorbeigehen ein Gepräch mit mir begonnen hat. Er hatte kurz zuvor für sich und seine Liz Detektoren gekauft und wusste nun nicht wo er mit der Suche nach Gold beginnen sollte. Also dachte er, ich frag mal den Typ da drüben...
Ich war interessiert Gesellschaft für einen Outback Trip zu finden. Meine Bedingung war allerdings, dass diese kochen, dafür dass ich sie an die guten Plätze führe. Mittlerweile hat es sich nämlich erwiesen, dass ich sehr gut darin bin, die Stellen zu finden, wo es noch Gold gibt. Die Tage an denen ich ohne Gold nach Hause komme sind inzwischen äusserst selten geworden ;-)
Wir haben uns geeinigt, und so sind wir losgezogen. Liz kochte jeden Abend, Ron grillierte die Steaks und ich habe schliesslich die Hälfte von allem gegessen, also die selbe Menge wie die beiden zusammen.
Abends wird es früh dunkel, etwa um 6 Uhr. Dann sieht man wieder die Milchstrasse, unglaublich hell und klar.
Wir sind nun zurück in Leonora, allerdings nur für zwei Tage um einzukaufen. Denn es hat uns sehr gut gefallen, so dass wir morgen früh gleich den nächsten Trip starten und für ein oder zwei Wochen im Bush unterwegs sein werden. Bis dann ...

Bushcamp Duketon

Werde morgen früh in die Region Duketon fahren. Da gibt es nicht's ausser einem Wassertank. Den Rest muss ich selber mitbringen. Werde dort ein Bushcamp aufschlagen und die Natur geniessen. Hoffe ich vergesse nicht's mit zu nehmen.
Diese abgelegene Gegend verspricht mal richtige Nugget's ab zu werfen. Na schau ma mal ;-)

weiter geht's

Werde morgen Laverton verlassen. Ich habe hier in 9 Tagen 19 Nugget's mit einem Gesamtgewicht von ca 24 Gram gefunden. Bis auf einen Tag jeden Tag etwas. Das macht also etwas mehr als 700.- CHF über diese Zeit. Das ist nicht schlecht, jedoch gefällt es mir hier einfach nicht so recht. Werde also morgen nach Leonora fahren, weiss aber noch nicht, ob ich da bleiben werde. Mal sehen ...

Dingo

Heute ist mir mein erster Dingo begegnet. Ein wunderschönes Tier, voll ausgewachsen und gesund. Ich hätte ja so gerne einen Hund. Da hier aber überall die Gifttabletten herum liegen, ist das hier kaum möglich.
Der Dingo hat ca. 30m von meinem Auto dagestanden und hat mich ruhig beobachtet. Am liebsten hätte ich ihn zu mir gerufen, musste aber aus Vorsicht das Tier verschäuchen. Er ist nur wenige Meter weggetrottet und dann wieder stehen geblieben. Ich liebe Hunde, wie gesagt, trotzdem bin ich ihm dann drohend mit der Schaufel hinterher gerannt, bis er aufgab und zwischen den Büschen verschwunden ist. Keine Ahnung was er wollte, anders herum ist mir das Risiko zu gross, das aus zu probieren...
Gold gibt es hier deutlich mehr als in der Gegend von Kalgoorlie ;-)

... unterwegs

Das war ein langer Trip, da ich erst nach Leinster gefahren bin, wo ich feststellen musste, dass der Campground bis Ende July geschlossen ist. Ich wollte dahin, weil man da in der Minenkantine für 11.- AU$ essen kann und ich somit nicht kochen müsste.
Jä nu, ich musste mich dann schnell umentscheiden und eine alternativ Gegend wählen, die nicht all zu weit entfernt ist. Da ich Leonora, 120km entfernt, nicht mag, weil mir das Kaff nicht gefällt, bin ich nach Laverton gefahren. Alles in allem ca. 620km.
Da bin ich dann Abends im Dunkeln angekommen. Ich habe derzeit keine Lust mausalleine im Bush zu campen und bin desshalb auf den dortigen Campingplatz gefahren. Der allerdings ist hier sehr einfach gehalten. Es gibt nur das Nötigste. Abends um 6 Uhr wird es hier still, und dunkel. Rundherum nur Bush, ebenfalls totenstill. Irgendwie kommt mir der sehr kleine Ort vor wie eine Raumstation. Es brennen ein paar Lichter, man hört keine Autos und es gibt keine Leute.
Ausserhalb der Siedlung ist es schwarz, als befinde man sich auf einer kleinen Insel im Weltall... ;-)
Dann am nächsten Morgen mein erster Trip. Geplant war, die Gegend weiträumig zu erkunden. Daraus ist nicht's geworden. Am ersten Platz wo ich stehen geblieben bin um die Geologie zu studieren habe ich gleich 7 Nugget's gefunden ..!
Tagesrekord und gleichzeitig die grössten beiden Nugget's die ich bisher gefunden habe. Wo werde ich wohl morgen früh hinfahren, ratet mal (grins)

go North

Morgen früh geht's los, rauf in den Norden. Nachdem ich mich nun mit dem Nötigen für einen längeren Aufenthalt im Bush versorgt habe, bin ich bereit, mich alleine da draussen mit allem zu versorgen was ich brauchen werde:
200L Wasser
10L Wein
5 kg Fleisch
5 kg Reis und Teigwaren
200 gr Tabak
200 L Diesel
u.s.w.
Das sind so die elementaren Dinge die ich brauche ;-)
Ich werde einfach mal losfahren, ohne einen genaueren Plan, mal sehen wo mich das hinführt.
Ich nehme an dass ich in 4-6 Wochen zurück in Kalgoorlie sein werde, kann das aber nicht genau sagen. Natürlich werde ich mich bemühen, zwischendurch mal einen Internet Anschluss zu finden, um meinen Blog up to date zu halten. Ich muss ohnehin mal wieder irgenwo einkaufen gehen.
Bis dahin wünsche ich euch allen einen schönen Sommer ...

cheers, MAX

Monster-Trucks und Super-Pit



In meinem letzten Comment habe ich Monstertrucks und Super Pit erwähnt. Das sieht so aus ... (Fotos)
Die Löcher die die Goldminen graben sind also nur unwesentlich grösser als meine ;-))

Bulldozer


Alle die Grün angehaucht sind, sollten hier mal nicht weiter lesen ... ;-)
Zur Zeit arbeite ich mit Graham zusammen. Mit seinem Bulldozer trägt er die oberste Schicht Erdmaterial ab und dann wir mit dem Detektor drüber gegangen. Danach werden die nächsten 10-20 cm abgetragen und wieder wird detektet. Das machen wir solange, bis kein Gold mehr zu finden ist. Danach wird alles wieder zurück geschoben und nebenan von neuem begonnen.
So finde ich natürlich jeden Tag Nugget's, was hier aber nicht die Hauptsache ist. Dafür dass ich ihm helfe, erzählt er mir viele Geheimnisse übers Goldsuchen, welche man sonst nie zu hören bekommt. Das ist mein Gewinn ...
In den nächsten Tagen werden wir mit seinem Dryblower arbeiten, darüber berichte ich euch dann im nächsten Blog.

Salzsee


Sieht aus wie ein Spielzeugauto, ist aber keines ;-)
Habe mich gestern etwas verfahren und musste daher auf dem Zurückweg Teile eines Salzsee's queren, was nach dem Regen in den letzten Tagen etwas mehr als nur spannend war... ist aber gut gegangen.
Heute habe ich fest gesessen. Ich durchquerte ein altes Flussbett und bin dabei mit dem Hinterteil meines Troopy's aufgesessen. Erst ging gar nichts mehr, da die Anhängerkupplung auflag, und somit die Hinterräder halb in der Luft hingen. Da auch der Auspuff in der Erde steckte, ist mir ständig der Motor abgestorben, und dies so weit draussen wie ich bisher noch gar nie war !!!
Ich hätte glatt einen Tag lang zur nächsten Farm laufen müssen. Viele Versuche da raus zu kommen hatte ich nicht, da meine Traktorreifen mit ihrem groben Profil sich sehr schnell eingraben.
Irgendwie hab ich es dann doch noch geschafft. Allerdings wird die Anhängerkupplung in Zukunft entfernt, solange ich sie nicht brauche ;-)

Bushcamp




Etwas vom Besten das ich bisher gemacht habe, ein Bushcamp. Zusammen mit Rob und Helga war ich nun draussen und alles hat super funktioniert.
Erst bin ich mit Rob einen Tag lang mit dem Quad im Bush rumgefahren, um die Gegend zu erkunden. Oftmals konnten wir nur grade mal das vordere Ende vom Quad sehen und sind mit Volldampf durch die Büsche gefetzt, anders ging's nicht. Die zwei Platten die wir dabei eingefangen haben wurden jeweils an Ort und Stelle innert Minuten repariert und weiter ging's. Zweimal währen wir fast durch ein "golden Web-Spider" Spinnennetz gefahren, konnten aber weinige Centimeter davor noch stoppen.
Helga war unterwegs beim Detekten. Einmal, als ich grade zu Fuss durch den Bush gestreift bin um die Geologie zu begutachten, habe ich mit barem Auge ein Specimen entdeckt, ein Stück Quarz mit ein wenig Gold darin. Das sind sehr erhebende Momente ;-)
Abends dann gab's feine Steak's, scharfe Pepperoni und Cabernet-Sauvignon Rotwein. Haben halt gelebt wie die Fürsten. Ein anständiges Feuer wärmte uns in der doch langsam kühler werdenden Nacht, wir haben zur Zeit eigentlich Herbst. Es war eine Mondlose Nacht, so konnte ich also wieder einmal die Milchstrasse und einen Haufen anderer leuchtender Dinger am Himmel beobachten. So klar ist der Sternenhimmel in der Schweiz nicht mal von einem Berg aus zu sehen, da zuviel Streulicht von den Städten vorhanden ist.

2000 mal gelesen

Eben sehe ich, dass mein Blog zum 2000-ten mal gelesen wurde. Das freut mich natürlich ausserordentlich und wird mich dazu motivieren, damit bloss nicht auf zu hören.
Vielen Dank für eure Besuche ...
In den nächsten drei Tagen werde ich einen Testlauf mit meinem Equipment im Bush draussen machen. Mal sehen ob ich alles dabei habe, um mich selbst versorgen zu können. Eigentlich war es schliesslich gar kein so grosser Einkauf, nur etwas Kochgeschirr, ein Tarp (freies Vordach) und sonst noch ein paar Kleinigkeiten.
Ich hoffe, euch nächste Woche eine spannende Geschichte darüber abliefern zu können. Bis dahin ...

Vorbereitungen Bushcamp

Stück für Stück bereite ich mich darauf vor, meinen Standort in den Bush zu verlegen. Es gibt in der Umgebung von Kalgoorlie einfach zu wenig Boden, der nicht schon von etlichen Prospectoren abgesucht worden ist
Da der Jupp noch etwa zwei Monate hier in WA weilt, werde ich mein erstes Bushcamp mit ihm zusammen aufbauen. Er hat jahrelange Erfahrung damit ...
Ich werde also einen Strom Generator kaufen, grössere Wassertanks und das ganze Kleinzeugs, dass man für dafür braucht. Das wird eine ganz passable Einkaufliste geben. Die Kosten dafür schreiben sich dabei von selbst ab, da im Bush selber gekocht wird und es keine Restaurants gibt, die Campingplatz Gebühren wegfallen und sich die Fahrkosten zu den jeweiligen Goldfeldern beträchtlich reduzieren.
Das Gold dass ich dort allenfalls finden werde, ist noch gar nicht eingerechnet. Zudem wird es um einiges abenteuerlicher werden. Mal sehen, es wird aber noch etwas dauern, bis ich loslege ...

Durchhalten


Zur Zeit harzt es etwas ... ich habe eben vor zwei Tagen alle sechs Räder an meinem Fahrzeug ausgetauscht, weil ich in der Eile in Victoria einen Typ Reifen gekauft habe, der mir hier im wilden Westen nicht die Sicherheit bietet, die ich brauche. Kaum war ich mit denen im Outback unterwegs, hatte ich schon einen nicht mehr zu reparierenden Platten.
Ich habe nun 16" Felgen gekauft, um stärkere 10 lagige extra belastbare Reifen aufziehen zu können. Das Pech scheint mich ein wenig zu verfolgen, denn heute hat's mich schon wieder erwischt...
Die 2000.- AU$ Investition für fünf Felgen mit Reifen muss also bereits leiden. Der Garagist war doch etwas erstaunt mich schon wieder auf dem Platz zu haben, da die Reifen doch ein Profil von beträchtlicher Stärke aufweisen.
Das Gold habe ich auch schon leichter gefunden ...
Ergo, ich werde etwas ändern müssen. Vermutlich werde ich in den nächsten Tagen den Standort wechseln, so um ein paar hundert Kilometer nach Norden. Mal sehen, bin grade am planen ...

Endlich wieder im Bush

Offenbar waren die Sicherheits Einstellungen für Comments etwas zu hoch angelegt. Ich bin wirklich froh, dass ihr euch wieder fleissig meldet ;-)
Soo ganz alleine einen Blog zu führen, ohne einen Feedback zu bekommen ist etwas hart.
Heute bin ich wieder mal im Bush gewesen, wofür ich die letzten Tage keine Zeit hatte, weil das Auto in den Service musste, ich einen Notebook neu aufgesetzt habe, Papierkram erledigte und vieles mehr. Dabei hat es noch fast fünf Tage lang geregnet. Natürlich mit Unterbrüchen, jedoch waren die Trecks nicht befahrbar.
Somit habe ich mich heute früh mit beträchtlichem Goldfieber im Bauch wieder auf die Suche begeben. Da es bald etwas warm wurde, hab ich den Detektor wieder im Auto verstaut und mich auf eine Exploration Tour begeben, neue Gebiete erkunden. Nach kurzer Zeit habe ich einen grossen Abraumhügel einer alten Miene entdeckt und bin gleich aus dem Auto gesprungen und hingeeilt.
Kennt ihr das, wenn sich die Nackenhaare sträuben, ohne dass man den Grund dafür genau kennt ? Ich hatte plötzlich das dringende Bedürfnis, mich keinen Millimeter weiter zu bewegen und habe anstatt ständig auf den Boden zu sehen, aufgeschaut. BUGGER....!
Ich hatte wenige Centimeter vor meinem Gesicht ein 7m breites Netz einer Golden Web Spider. Die Spinne in der Mitte, etwa 7cm gross, ist bekannt dafür, dass sich die Fäden ihres Netzes beim hineinlaufen spannen wie ein Gummiband. Lässt sie dann los, klatscht einem dieses Monster meist direkt an den Kopf, und das mit einer nicht unbeträchtlichen Wucht. Dave hat das einmal mit einem Tennisball verglichen, der einem angeworfen wird !!!
Aber eben, sowas lernt man ja als kleines Kind schon, aufpassen wo man sich hinbewegt ;-)))
Eigentlich weiss ich, dass es in diesem Gebiet diese Viecher gibt, aber in der Eile und dem von Pyrit glänzenden Hügel hatte ich das einen Moment lang vergessen.
Ach ja, gestern Abend sah ich eine Sternschnuppe wie sie am Himmel explodierte. Wusste erst gar nicht was das sein sollte. Da UFO's aber bisher nicht sehr verbreitet sind, ist das die einzige Erklärung für dieses Feuerwerk.
Gehört habe ich nichts, nachdem die Schnuppe plötzlich in viele Teile zerfallen ist, aber in der Ferne ging ein Regen von leuchtenden Teilchen nieder.
Dann habe ich heute noch eine Ader von grünem Gestein gefunden, das ich erst noch jemandem zeigen muss, der sich damit auskennt. Wenn ich Glück habe, ist das Zeugs was Wert ;-)
Sieht aus wie hellgrüner Halbedelstein ... ich werde noch versuchen, Bilder zu machen.

Die Tiefe


Hier eines meiner fast einen Meter tiefen Löcher die ich buddle, um an den Stoff ran zu kommen. Bei diesem hier war es gerade knappe 40 Grad heiss und ich habe 2,5 Stunden dafür gebraucht, da es unten immer felsiger wurde.
Ich bin dabei fast auseinander gebrochen ;-))
Harte Erfahrung dabei, ich habe einen ca. 140 Jahre alten Flaschendeckel ausgegraben !!! Dabei liess die Tiefe eindeutig auf ein wunderbar grosses Nugget schliessen.
Da hat er sich aber gewaltig getäuscht der MAX'li ;-))

..es wird professioneller

Es ist klimatisch wunderbar zur Zeit, 25 Grad, Sonnenschein, ab und zu wenig regen ... So könnte es das ganze Jahr über bleiben ;-)
So ungefähr jeden zweiten Tag finde ich etwas Gold. Bisher nicht's grösseres, aber die Motivation hält das schon am Leben.
Vor etwas mehr als einer Woche ist Jupp hier aufgetaucht. Bernd von Reeds Prospecting Supplies in Perth hat ihn an mich verwiesen. Ich habe ihn in den vergangenen Tagen häufig mit hinaus genommen und versuche, ihm das Goldsuchen näher zu bringen. Das klappt soweit ganz gut, abgesehen davon, dass ihm das Glück bisher nicht sehr hold war. Aber das braucht eben seine Zeit. Er kommt aus Deutschland und hat den Grossteil seiner Zeit in den vergangenen Jahren mit Reisen durch die ganze Welt verbracht.
Bei unserer letzten Exploration Tour habe ich meinen ersten Plattfuss eingefangen und zwar gleich so, dass ich den fast neuen Reifen gleich wegschmeissen kann. Dafür habe ich an dem Tag ein wunderschönes Nugget in einem Gebiet gefunden, wo bisher kaum jemand nach Gold gesucht hat !
Die Gegend wird demnächst genauer unter die Lupe genommen.
Am selben Tag habe ich mit einer der grössten Mienengesellschaften hier in der Gegend einen Vertrag abgeschlossen, welcher mich berechtigt, auf fünf bisher gesperrten Leases, insgesamt etwa 700ha, auf die Suche gehen zu dürfen. Ich darf die ersten 15kg Gold die ich da finde behalten. Wird es mehr, muss ich 10% davon abgeben. Auch erwarten die von mir einen monatlichen Bericht über meine Arbeiten und eine Spesenabrechnung über meine Aufwände. Bezahlt werde ich nicht dafür, aber die Chancen auf Erfolg haben sich dadurch um einiges erhöht. Bin zur Zeit sehr beschäftigt, wesshalb es länger keine News gegeben hat ...

Naturfarben


Wer macht wohl so schöne Farbhmuster im Outback ?
Immer wieder finde ich in den Goldfields diese Ansammlung von fein säuberlich aneinander gereihten Erdhäufchen.
(Die Bilder können jeweils zur Vergrösserung angeklickt werden)

Das ist das Ergebnis von Testbohrungen, genannt RAB Drilling (rotary air blast). Dabei wird Pressluft durch den Hohlbohrer geblasen, wodurch am Ende für je 1-2m Tiefe so ein kleiner Haufen entsteht. Maximal gebohrte Tiefe dabei ist etwa 70m und kostet ungefähr 6.- AU$ je Meter.

Häufig wird da gebohrt, wo ich Gold suche. Oder eher umgekehrt, ich suche da wo gebohrt wurde ;-)

..es geht wieder los



Aller Anfang ist schwer und so dauert es nach jedem Unterbruch eine Weile, bis man wieder das Gespühr für Gold hat. Prospectoren wie Helga und Rob haben dafür ihre Notfall Plätze, wo immer etwas Gold zu finden ist. Nichts grosses aber man kommt Abends wenigstens nicht mit leeren Händen nach hause und ist wieder motiviert, weiter zu machen.
Da ich meinen Notfall Platz langsam auswendig kenne, haben sie mich eingeladen, mit ihnen mit zu kommen. Ein herrlicher Tag mit 25 Grad und ein jeder von uns hat ein kleines Nugget gefunden. Ich mit meinem Anfänger Glück natürlich zwei .. ;-)
Zum Abendessen gab es dann Snapper, den hatte Rob ein paar Tage zuvor geangelt und Helga hat ihn nun königlich zubereitet. En guete !

Wasserwege




Es hat in den vergangenen Tagen häufig geregnet was zu einer einmaligen Mischung von Farben geführt hat. So gibt es nun auch hier im Outback Wasserwege...

Die Warnung auf dem Wassrtank ist wohl für jeden klar verständlich:
Vorsicht, Crockodil im Dam !
Die Schweine von heute sind der Speck von morgen ...!

Das Gerippe im letzten Bild ist wohl zu falschen Zeit eingetroffen ;-)

Es hat abgekühlt und ist somit wunderbares Wetter zum Arbeiten. Kein Schweisstropfen den ganzen Tag, allerdings auch kein Gold bisher. Aber Spass macht es trotzdem.
Die "Magenverstimmung" vor einigen Tagen scheint keine gewesen zu sein. Anscheinend hatte mich eine dieser kleinen Mistviecher (Spinne) in den Oberschenkel gebissen. Daher das Unwohlsein für ein paar Tage. Wenn das allerdings alles war was man spührt, ist die Sache kaum erwähnenswert.